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Krieg und Klimawandel machen den Jugendlichen in Deutschland Sorgen

Das neu gegründete Liz Mohn Center der Bertelsmann Stiftung hat in einer repräsentativen Umfrage die Lage der Kinder und Jugendlichen im Land erhoben. Das Ergebnis: Gefühle von Angst und Sorgen dominieren in Zeiten des Ukraine-Kriegs. Der Zukunft Deutschlands blicken viele Jugendliche pessimistisch entgegen. Die Mehrheit der Jugendlichen (60%) befürchtet Wohlstandsverluste, ausgelöst durch steigende Energiepreise und Inflation. Mehr als die Hälfte der befragten Jugendlichen berichtet außerdem von durch die Ukraine-Krise ausgelösten Angst- (58%) und Trauergefühlen (51%), wobei jüngere Jugendliche (12-15 Jahre) häufiger von Angstgefühlen betroffen sind. Des Weiteren bereitet ein Überschwappen des Konflikts auf Deutschland vor allen den Kindern im Alter von 12 bis 13 Jahren (57%) Sorgen. Der globale Klimawandel ist vor allem für die Älteren sowie ganz jungen Kinder und Jugendlichen ein Thema: Knapp 48 Prozent der 16- bis 18-Jährigen und 46 Prozent der 12- bis 13-Jährigen geben an, dass sie sich hier sehr große Sorgen machen.

Die aktuelle Grundstimmung unter den Kindern und Jugendlichen in Deutschland mag angesichts der Vielzahl bedrohlicher Krisen nicht verwundern, muss aber alarmieren. „Viele Kinder und Jugendliche haben während der Corona-Zeit wenig Inspiration von außen bekommen und es fehlten ihnen Entwicklungs- und Teilhabemöglichkeiten. Zugleich haben die jungen Menschen Ängste, die wir ernst nehmen müssen. Gerade in turbulenten Zeiten ist es notwendig, vielen jungen Menschen ein sinnstiftendes und erfülltes Leben zu ermöglichen. Dies gelingt nur, wenn wir auf die Kinder und Jugendlichen hören, und sie mit ihren Sorgen und Wünschen ernst nehmen“, sagt Liz Mohn, Präsidentin des nach ihr benannten Liz Mohn Centers der Bertelsmann Stiftung.

Jugendliche sehen Deutschlands Zukunft pessimistisch

Politik spielt hingegen kaum eine Rolle für das Leben der jungen Menschen. Nur eine Minderheit (31%) informiert sich regelmäßig über politische Themen. Erwartungsgemäß trifft dies auf die Älteren deutlich häufiger zu (41%) als auf die 12- bis 15-Jährigen (24%). Für 72 Prozent der Jugendlichen ist es irrelevant, in einer politischen Partei aktiv zu sein. Bedenklich ist auch, dass sich nur eine Minderheit der Jugendlichen von den Politikern ernst genommen fühlt (12%).

Quelle: Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung vom 15.08.2022 

 

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