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Und jetzt: Ab in die Krippe!

Die ersten Monate sind entscheidend für die Mutter/Vater-Kind-Bindung. Kleinkinder binden sich an denjenigen, der die meiste Zeit mit ihnen verbringt. Wobei Bindung ja heißt, sich kennenzulernen, einander zu spüren, zu riechen, sich zu berühren.

Kinder ab dem siebten Lebensmonat trennen sich nur sehr ungern von denjenigen, an die sie sich gebunden haben. Zum Teil zeigen sie dann auch bei der besten Ersatzbetreuung anhaltende Zeichen von Depressionen.

Das Bindungsprogramm ist nicht wahllos. Schon nach wenigen Wochen beginnt ein Baby eine Bindungsperson zu bevorzugen. Das ist meist die, die mit ihm auch die meiste Zeit verbringt. Kinder brauchen Menschen aus Fleisch und Blut um sich herum. Sie brauchen die Mutter, die heute so müde ist, daß sie kein Klaviergeklimper mehr aushält. Die sich morgen gern was vorspielen läßt von der Tochter. Die ihrem Kind persönliche Rückmeldung darüber gibt, wie es ihr geht.

Man sollte sich immer bewußt machen: Krippe ist für Kinder anstrengende Arbeit. Kinder lernen zu Hause, ihre Bedürfnisse mit denen der Eltern abzugleichen. In der Kita lernen sie, Regeln einzuhalten. Das ist etwas anderes.

Worauf sollte man bei der Wahl der Krippe achten? - Wichtig ist die Stimmung in der Einrichtung. Geht es dort freundlich, entspannt und fröhlich zu?  Wie wird mit Kindern umgegangen, die eher auffällig sind? Weil sie beißen, schlagen, einnässen? Ein "no go" ist es, wenn es gleich heißt: "So was gibt es bei uns nicht." Wenn es allerdings heißt: "Ach, das kennen wir schon, damit können wir umgehen!", dann grünes Licht. Am wichtigsten: eine Erziehung/Kinderpflegerin für drei Kinder.

Dänische Untersuchungen zeigen bei über 20 Prozent der Krippenkinder zwischen einem und drei Jahren einen drastisch erhöhten Stresshormonspiegel. Das muß man wissen, wenn man ein Kind für die Krippe anmeldet.

Und nach der Krippe zu Hause? Kein Programm mehr. Es reicht, sich mit ihm aufs Sofa zu kuscheln und Musik zu hören.

Und die Eingewöhnung? Auf jeden Fall genug Zeit mitbringen. Vier, sechs Wochen, in denen man flexibel mit der Arbeit umgehen kann. Und wenn es schwer fällt, das Kind abzugeben, bringt am besten der Partner das Kind in die Krippe. Weil es sonst auch dem Kind schwer fällt, loszulassen.

 

 

 

Praxis für Kinder und Jugendpsychotherapie - Supervision, Beratung und Fortbildung
Dr. phil. Hans-Adolf Hildebrandt

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